Samstag, 1. August 2026

Review zu The Devil's Mouth - 2026

Heute in der Videothek der Nacht...

0041. The Devil's Mouth – 2026 - Erstsichtung -  OFDb - Trailer

Die Tage bin ich bei Prime Video gestrandet und habe mir die neueste Regiearbeit von Jeff Wadlow (Kick-Ass 2, Fantasy Island, Truth or Dare) angesehen. Überraschend schnell wird klar, dass sich The Devil's Mouth bewusst vom klassischen Sharkploitation-Kino entfernen möchte. Statt pausenloser Haiattacken setzt der Film zunächst auf Survival-Drama und zwischenmenschliche Konflikte.

Die Ausgangsidee besitzt durchaus Potenzial: Fünf Collegefreunde geraten während einer Höhlentour an Thailands Küste in ein unterirdisches Labyrinth, in dem ein Bullenhai Jagd auf sie macht. Interessant ist dabei, dass das Drehbuch bereits Jahre vor der Produktion unter dem Titel "Apex" auf der Hollywood Black List der beliebtesten unverfilmten Drehbücher landete – die Erwartungen an das Projekt waren also durchaus vorhanden.

Leider bleibt von diesem Potenzial für mich nur wenig übrig. Bis der Film sein eigentliches Horrorszenario entfaltet, kämpft man sich durch ein Minimum an Handlung und eine Reihe zeitgemäßer Konflikte, die eher konstruiert als organisch wirken. Die Figuren bleiben dabei erstaunlich blass. Keiner der Charaktere entwickelt genügend Profil, um emotional wirklich mitzufiebern.

Auch das Höllen-Setting nutzt sich mit jeder neuen Höhlenebene etwas weiter ab. Streckenweise fühlt sich der Film wie ein Survival-Spiel an, bei dem lediglich das nächste Level erreicht werden muss. Die Fin Jumps – ja, ich bleibe bei diesem Begriff – sind meist früh zu erahnen und erzeugen selten echte Spannung. Wer das Sharkploitation-Genre kennt, dürfte hier kaum etwas entdecken, das er nicht schon mehrfach gesehen hat - Streaming Discounter Stuff.

Positiv hervorheben möchte ich dagegen die technische Umsetzung. Der Bullenhai selbst wirkt überzeugend animiert und gehört für mich zu den stärkeren visuellen Elementen des Films. Gerade deshalb ist es schade, dass das Drehbuch daraus so wenig macht. Auch die klaustrophobische Unterwasserkulisse besitzt durchaus Atmosphäre, wird jedoch von den schwachen Figuren und den vorhersehbaren Konflikten ausgebremst.

🕯️ Nachhall:
Visuell ansprechender Survival-Horror mit einem gelungenen Hai-Design – doch unter der Oberfläche bleibt für mich zu wenig Eigenständiges zurück. Schade, denn die Ausgangsidee hätte deutlich mehr Biss gehabt.

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