Dienstag, 9. Juni 2026

Summer of 84 - 2018

Summer of 84 ist ein ausserordentlich stimmungsvoller Serienkiller-Horrorfilm, der sein nostalgisches 80er-Jahre-Setting mit stolz geschwellter Brust vor sich herträgt. Dabei erinnert er an zahlreiche Genreklassiker dieser Ära, ohne dabei zur blossen Kopie zu werden.

Das Regietrio François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell bewies bereits mit Turbo Kid (2015), dass ihr Herz für phantastisches Genrekino schlägt. Während jener Film vor allem auf Sci Fi Kuriosität, Splatter und Retro-Charme setzte, präsentiert sich Summer of 84 deutlich ernster und geerdeter. Dennoch spürt man auch hier in jeder Szene die Liebe zum Genre.

Mit einem durchwegs sympathischen Cast, glaubwürdigen Figuren und einer wunderbar eingefangenen Kleinstadtatmosphäre entfaltet der Film seinen besonderen Reiz. Zwischen ersten Gefühlen, jugendlicher Neugier und wachsender Paranoia entwickelt sich eine Geschichte, die den Zuschauer langsam, aber konsequent in ihren Bann zieht. Gerade die Mischung aus Sommerferien-Nostalgie und unterschwelliger Serienkiller-Spannung macht den Film für mich so reizvoll.

Vielleicht fehlte Summer of 84 am Ende die grosse Marketingmaschine im Rücken. Schade eigentlich, denn dieser kleine Horror-Thriller hätte deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient. Für Freunde von 80er-Jahre-Nostalgie, Coming-of-Age-Geschichten und düsteren Vorstadtgeheimnissen ist er bis heute eine klare Empfehlung.

💀 Fazit: Ein melancholischer Summerween-Film mit viel Herz, grosser Atmosphäre und einer der unangenehmeren Schlussnoten des modernen Genrefilms. Gerade deshalb bleibt er lange im Gedächtnis.

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