Ghost Town (1988) blieb die letzte Regiearbeit von Richard McCarthy, der zuvor unter anderem mit Benny Hill zusammenarbeitete. Ich habe eine Schwäche für diesen kleinen Horrorwestern, der sich seine fast schon unschuldige und unverbrauchte Art bewahrt hat. Stilistisch erinnert das Ganze über weite Strecken an eine etwas längere Episode aus Tales from the Crypt – inklusive skurriler Figuren, handgemachter Effekte und einer herrlich morbiden Geisterstadt-Kulisse.
Gerade die praktischen Make-up-Effekte und das verlassene Western-Setting machen für mich einen großen Teil des Charmes aus. Das Subgenre des Horrorwesterns war schon damals eher eine Randerscheinung und ist heute leider kaum noch vertreten. Umso mehr weiß ich einen Film wie Ghost Town zu schätzen.
Für mich ist das ein trockener kleiner Summerween-Film, der weniger auf Schocks als auf Atmosphäre setzt. Mit seinem typischen Videotheken-Charme der späten Achtziger funktioniert er bei mir auch heute noch erstaunlich gut und erinnert an eine Zeit, in der man solche Kuriositäten zufällig zwischen den Regalen entdecken konnte.

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