Virginia, 1969. Eine Gruppe Studenten ist auf dem Weg zu einem Konzert, als ihr Truck mitten im Nirgendwo den Geist aufgibt. Auf der Suche nach Hilfe landen sie auf der abgelegenen Schweinefarm der Familie Staunton. Noch bevor man sich richtig eingerichtet hat, verschwindet bereits das erste Mitglied der Reisegruppe – und die Nacht nimmt einen zunehmend düsteren Verlauf.
Der Film liegt hier in der ungekürzten Fassung eines Mediabooks vor und spart gerade bei der Entsorgung der Opfer nicht mit unangenehmen Details. Für eine Low-Budget-Produktion, die in gerade einmal 18 Tagen heruntergekurbelt wurde, sieht das Ganze erstaunlich ordentlich aus. Besonders die handgemachten Effekte können sich sehen lassen und verleihen dem Film einen angenehm rauen Charakter.
Inszeniert wurde Staunton Hill von Cameron Romero, dem Sohn von George A. Romero. Dabei versteht sich der Film ganz klar als Liebeserklärung an die ländlichen Horrorfilme der 70er Jahre. Der Schatten von The Texas Chain Saw Massacre liegt spürbar über der gesamten Produktion, ohne dass der Film jedoch versucht, das Original direkt zu kopieren.
Besonders gefallen hat mir das eher gemächliche Tempo. Statt von einer Gewalteinlage zur nächsten zu hetzen, nimmt sich der Film Zeit, seine herbstliche Kulisse und die bedrückende Atmosphäre auszukosten. Gerade diese Mischung aus rostigem Verfall, Einsamkeit und Hilflosigkeit sorgt dafür, dass die Geschichte trotz bekannter Genrepfade erstaunlich gut funktioniert.
Über Handlung und Figuren muss man bei einer solchen Produktion nicht allzu viele Worte verlieren. Wer zu einem Hinterwäldler-Slasher greift, weiss ziemlich genau, was ihn erwartet. Innovationen sollte man nicht suchen, dafür liefert der Film genau das, was Fans des Genres sehen wollen.
Staunton Hill erfindet das Slasher-Rad nicht neu, besitzt aber das Herz und die Stimmung jener Filme, die ihn inspiriert haben. Für Freunde von Farm-Horror, staubigen Landstrassen und morbider Herbstatmosphäre durchaus einen Blick wert.
Sicherlich nichts Neues im Slasher Genre, aber mit dem Horrorherz am rechten Fleck.

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