Montag, 29. Juni 2026

Obession - 2026

Nach dem überzeugenden Backrooms wurde ich diesen Sommer gleich mit dem nächsten hochgelobten Film belohnt: Obsession von Curry Barker. Beides Produktionen, über die im Vorfeld viel gesprochen wurde. Obwohl ich mit den letzten Blumhouse-Filmen nur wenig anfangen konnte, hat mich Obsession bestens unterhalten.

Die Liebesgeschichte, die eigentlich gar keine ist, erzählt von dem psychisch kranken Bear, der Nikki mit einem One Wish Willow aus einem esoterischen New-Age-Laden für sich gewinnen will. Der Film lebt dabei fast vollständig vom bemerkenswerten Schauspiel seiner beiden Hauptdarsteller. Gerade Michael Johnston liefert hier eine Performance ab, die mich stellenweise an Joaquin Phoenix erinnert.

Das Konzept bleibt durchgehend gefährlich und psychotisch, besitzt dabei aber einen bedrückenden Humor, der nie ins Lächerliche abrutscht – eher ein Lachen über die eigene Angst.

Besonders gefallen hat mir diese wunderbar erdige Atmosphäre, die viele Mainstream-Horrorfilme früher besassen und die heute leider immer seltener geworden ist. Obsession wirkt nie überladen, sondern vertraut ganz auf seine Figuren und seine Stimmung. Ich habe den beiden Hauptdarstellern ihre Rollen jederzeit abgekauft.

Einen grossen Anteil daran hat auch der hervorragende Score von Rock Burwell, dessen Musik sich regelrecht in die Knochen schleicht und die wenigen, aber wirkungsvollen Schockmomente perfekt begleitet.

Für mich eine der positiven Überraschungen des Kinojahres. Umso gespannter bin ich darauf, was Curry Barker als Nächstes abliefert. Dass er inzwischen für den kommenden Texas Chainsaw Massacre-Film als Regisseur verpflichtet wurde, überrascht mich nach diesem Debüt überhaupt nicht.

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