Mittwoch, 8. Juli 2026

Endzeit, Dinos und ein italienischer Menschenfresser

0013. Der Flug zur Hölle (1959)OFDbTrailer

Ich mag diese unschuldige Naivität des phantastischen Kinos der 50er-Jahre. The Land Unknown kann dabei durchaus mit seinen Genrekollegen aus der Jules-Verne-Ecke mithalten. Auch wenn manche Effekthascherei heute reichlich plump wirkt und der Film eher als gemütlicher Sonntagnachmittag-Zeitvertreib funktioniert, hat er sich seinen Charme über die Jahrzehnte bewahrt.

Auf die Stock-Footage-Echsenkämpfe und den lieblosen Umgang mit einem kleinen Affen hätte ich allerdings gerne verzichtet. Das gehört leider ebenso zur damaligen Denkweise des Kinos. Insgesamt bleibt ein solides Dino-, Survival- und Abenteuer-Fantasy-Vergnügen mit nostalgischem Flair.


0014. Afterburn (2025)OFDbTrailer

Ich habe dem Film innerhalb eines Jahres nun eine Zweitsichtung gegönnt, und er funktioniert mit etwas Abstand genauso gut wie beim ersten Mal. Gerade sein Minimum an Handlung spielt ihm in die Karten. Das hohe Tempo und der Rhythmus tragen den Film mühelos über die gesamte Laufzeit.

Ich mag dystopische Endzeitfilme, und Dave Bautista macht seine Sache einmal mehr souverän. Besonders sein Filmcharakter hat mir hier richtig gut gefallen. Hochwertig inszenierte, rasante Action mit einem durchaus gehobenen Härtegrad – genau die Art von Unterhaltung, die ich in diesem Genre gerne sehe.


0015. Man-Eater – Der Menschenfresser (1980)OFDbTrailer

Joe D'Amato hat im Laufe seiner Karriere so ziemlich jede filmische Ausgeburt der Hölle abgeliefert – von Pornos bis hin zu Kannibalenfilmen. Vieles davon bewegt sich qualitativ im überschaubaren Bereich, besitzt aber oft genau den rauen Charme, der dem europäischen Genrekino seinen besonderen Reiz verleiht.

Sein persönliches Meisterstück bleibt für mich jedoch Sado aus dem Jahr 1979.

Man-Eater hängt aus heutiger Sicht dagegen ziemlich in den Seilen. Das zähe Tempo und die hanebüchenen Abläufe verlangen dem Zuschauer einiges an Geduld ab. Wirklich interessant dürfte der Film daher nur noch für eingefleischte D'Amato-Komplettisten und Freunde obskurer Videothekenware sein – und vielleicht ist genau das auch völlig in Ordnung.


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