Ich habe ein nostalgisches Faible für solche Filmperlen, die ich mir besonders gerne an einem späten Summerween-Abend gönne. Earth vs. the Spider von Bert I. Gordon war für mich bislang noch eine kleine Lücke im klassischen Riesenmonster-Kino, die nun endlich geschlossen wurde.
Natürlich merkt man dem Film heute sein bescheidenes Budget und die eher unbekannte Besetzung an, doch genau darin liegt ein Teil seines Charmes. Mit einfachen, aber liebevoll umgesetzten Trickeffekten und der typischen Monsterfilm-Atmosphäre der 50er-Jahre entfaltet sich ein Stück nostalgisches Genrekino, das weniger auf Spannung als auf Stimmung setzt.
Für Freunde gigantischer Kreaturen, klassischer Creature Features, lebt der Film heute vor allem von seinem nostalgischen Zauber. Die große Spinne sorgt dabei weniger für Schrecken als für jenes wohlige Gruselgefühl, das viele dieser Produktionen bis heute auszeichnet.
Ein gemütlicher Monsterfilm für verregnete Abende, rote Vorhänge, flackerndes Kerzenlicht und jene Momente, in denen die Fantasie größer sein darf als das Budget.

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