🧾 Kurzinfo
- Autor: Max Stascheit
- Genre: Horror / Trash-Horror / Dämonisch
- Umfang: 225 Seiten
- Format: Roman
🧠 Eindruck
Die Finsternis fühlt sich weniger wie ein klassischer Horrorroman an, sondern eher wie ein vergessenes Leihvideo aus den späten 80ern.
Staubig. Schmierig.
Und irgendwo zwischen Neonlicht, Kellergeruch und schlechtem Gewissen gefangen.
Die Geschichte rund um Hope Falls, einen verdorbenen Pater und eine verlassene Kathedrale liefert dabei eigentlich genau die Art von Zutaten, aus denen dreckiger Horror entstehen sollte.
Eine Gruppe jugendlicher Straftäter.
Alte Schuld.
Etwas Dämonisches, das nie wirklich verschwunden ist.
Dazu kommen mit Paul und Jack zwei Hobbysatanisten, die wirken, als wären sie direkt aus irgendeinem obskuren Videothekenfilm gefallen.
Vieles in diesem Buch ist komplett drüber.
Blut, Exzess und groteske Einfälle stapeln sich teilweise übereinander, ohne sich groß um Geschmack oder Zurückhaltung zu kümmern.
Und genau deshalb funktioniert es erstaunlich gut.
Der Roman bewegt sich permanent zwischen Trash und unangenehmem Fiebertraum.
Nicht subtil. Nicht sauber.
Aber mit einer rohen Energie, die sich durch die Seiten zieht.
Beim Lesen hatte ich mehrfach dieses seltsame Unbehagen, das weniger aus Schock entsteht, sondern eher daraus, dass sich das Ganze jeder wirklichen Ordnung verweigert.
Fast wie etwas, das man früher vielleicht gefeiert hätte – und heute mit leicht schiefem Blick betrachtet.
Interessant ist auch, dass Jahre später noch eine Fortsetzung folgte.
Fast so, als hätte diese kaputte Welt noch nicht genug Schaden angerichtet.
Perfekt ist das alles definitiv nicht.
Aber genau darum geht es hier auch nicht.
🩸 Stichpunkte
- Atmosphäre: dreckig, nostalgisch, wie ein altes Leihvideo
- Gewaltgrad: hoch und oft bewusst exzessiv
- Stil: roh, schnell, ungefiltert
- Besonderheiten: Mischung aus Trash, Dämonenhorror und Videotheken-Ästhetik
- Wiederschau-/Lesewert: stark stimmungsabhängig
🕯️ Persönlicher Marker
👉 „schmieriger Videotheken-Horror zwischen Trash und Fiebertraum“
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen